Besuch im Zoo


Nach langer Abstinenz nun ein weiterer Eintrag in meinem Blog.
Ich war am letzten Sonntag in Bremerhaven im Zoo am Meer (oder in den "Tiergrotten", wie er auch genannt wird).
Hier ein paar Bilder meiner Ausbeute sowie einige Gedanken zum Thema Tierfotografie...
Da in meinem Leben (beruflich und privat) in letzter Zeit viel passiert ist, wurde dieser Blog leider etwas vernachlässigt. Aber jetzt gibt es wieder neue Bilder, versprochen...

Am letzten Sonntag war ich in Bremerhaven und habe die Tiergrotten besucht. Das Wetter war bewölkt mit mittelstarkem Wind und häufigen Helligkeitswechseln aufgrund vorbeiziehender Wolken. In so einer Situation ist es nicht leicht Fotos von Tieren zu machen – zumal die Tiere ja auch nicht für den Fotografen posieren und still halten...


Dieser Eisbär war damit beschäftigt an einem Baumstumpf herumzukauen. Er war etliche Meter entfernt.

Wichtig für einen Zoobesuch: Ein gutes Tele-Objektiv mit großer Anfangsblende und, wenn möglich, auch mit Stabilisator. Ich habe für diese Aufnahmen ein Canon EF 70-300mm f/4.0-5.6 IS USM verwendet. Nicht allzu lichtstark aber wenigstens (meistens) eine brauchbare Abbildungsleistung. Ausserdem hat es einen Stabilisator und einen relativ schnellen Fokusmotor.
Desweiteren habe ich ein Einbeinstativ benutzt, damit ich die Kamera mit dem Tele leichter ausrichten und halten kann. Wenn man eine Weile vor einem Tiergehege steht und auf das richtige Motiv wartet, kann die Kamera ganz schön schwer werden.


Von den Eisbären ging es dann weiter zu den Seelöwen, Seehunden und Seebären. Sie waren so schnell, dass Fotografie vom Stativ praktisch unmöglich war.

Um die schwimmenden Seehunde im Auge zu behalten habe ich die Brennweite am Objektiv etwas kleiner eingestellt. Lieber etwas zu viel Rand um das Motiv als "daneben zu schiessen". Und bei den heutigen Mengen an Megapixeln ist es kein Problem nachträglich am Computer etwas von dem überschüssigen Rand wegzuschneiden.



An Land sind Pinguine relativ leicht zu fotografieren. Es gibt viele davon und irgend einer bietet sich immer gerade als Fotomotiv an. Schwieriger ist es, einen Pinguin im Wasser brauchbar abzulichten...


  • Das erste Problem: Finde eine Glasscheibe die bis unter die Wasseroberfläche reicht.
  • Zweitens: Notfalls selber das Glas an der gewünschten Stelle putzen. Es ist garantiert voller Handabdrücke. Auch Reste von Speiseeis sind oft zu finden.
  • Drittens: Auf Reflektionen achten. Eine möglichst schattige Ecke suchen (dabei auch über die Schulter hinter sich blicken). Sonst ist auf dem Bild mehr vom Publikumsverkehr hinter dem Fotografen als vom Motiv zu sehen. Wenn mehr als genug Licht vorhanden ist, kann an dieser Stelle ggf. ein Polfilter helfen.
  • Viertens: Hoffen, daß das Wasser nicht zu viele Schwebstoffe enthält. Sonst fokussiert die Kamera gerne mal auf einen der schwimmenden Krümel anstatt auf das eigentliche Motiv.

Und dann heisst es: Bequeme Position einnehmen, Kamera gestützt vom Einbein und warten. Aber Achtung: Dabei stets hellwach bleiben, denn Pinguine sind unter Wasser unglaublich schnell.


Von den Pinguinen weiter zu den Basstölpeln. Diese Vögel sind leicht zu fotografieren. Sie sitzen an Land in der Sonne und sind nicht allzu scheu.


Die Zwergotter sind quirlige Gesellen. Sie rennen, spielen und schwimmen die ganze Zeit.
Es ist nicht leicht ein scharfes Foto von ihnen zu bekommen, da sie ständig zwischen hellen und schattigen Bereichen hin- und herwechseln und das Wasser zudem noch die Sonne reflektiert.


Diese Schneeeule hingegen hat schläfrig auf ihrem Ast gesessen und nur gelegentlich den Schnabel aufgerissen. Ihre hellgelben Augen haben mich fasziniert.


Hier noch ein Foto der selben Eule von einem anderen Standpunkt. Die Eule drehte den Kopf mit und beäugte mich wachsam.

So, das soll es für heute erst einmal gewesen sein. Bei Fragen, Anregungen, Kritik etc. können Sie mich gerne über mein Kontaktformular anschreiben.
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